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DU BIST DER RUDELFÜHRER - echt jetzt?

Liebes Herrchen, liebes Frauchen, es reicht mir!! In diesem Block soll keinesfalls respektlos mit anderen Ansichten, Trainern, Ausbildungsansätzen, etc. umgegangen werden, ABER wenn ein "Trainer" Hunde vor laufender Kamera drangsaliert und in seinem Buch sogar mit Bild erläutert, wie man seine Hand zur Kralle formen soll, um den Hund damit in die empfindliche Halsgegend zu "beißen", ist Aufklärung angesagt. Ich lese dieses Buch gerade selber und bin häufig zwischen Wut, Mitleid, Heulen und Lachen gefangen. 1. Gewalt gegenüber Tieren ist nicht akzeptabel! 2. Hunde wollen nicht herrschen!! 3. Hunde und Menschen bilden keine Rudel!! Es gibt verschieden Symbiosen unterschiedlicher Arten. Denkt zum Beispiel an die Vögel, die Huftieren die Parasiten vom Rücken picken. Beide Arten profitieren von dieser Kooperation und interagieren sogar. Das bedeutet aber nicht, dass das Huftier denkt es sein ein Vogel und plötzlich versucht abzuheben! Auch bedeutet das nicht, d...

Hundesport - braucht mein Hund das?

Liebes Herrchen, liebes Frauchen, welches Handicap hast du? Wie viele Tore hat dein Sohn letzte Saison geschossen? Und welche Platzierung hat dein Hund bei den NRW-Meisterschaften im Agility belegt? Wir Menschen haben schon immer den sportlichen Vergleich gesucht und unsere Leistungen werden als Statussymbole angesehen. Unsere Hunde haben je nach Rasse Fähigkeiten, die sie zu guten "Sportlern" machen. Müssen Border Collies demnach aufgrund ihrer Reaktionsschnelligkeit und Wendigkeit Agility machen, um ausgelastet zu sein? NEIN! Betrachten wir doch einmal die ursprünglichen Aufgaben des Border Collies. Er hat in seiner schottischen Heimat Schafe bewacht und zusammengetrieben. Und im Winter, wenn die Schafe im Stall standen? Kannst du dir vorstellen, dass der Schäfer mit ihnen den nächsten Agility Parcours aufgesucht hat??? Sie haben sich mit Streifzügen durch ihr Revier, sozialer Interaktion und ganz viel Ruhe beschäftigt- artgerecht demnach- und sie waren zufrieden! Es s...

Eingeschläfert - gute Reise mein Engel

Liebes Herrchen, liebes Frauchen, gestern habe ich eine sehr schmerzhafte Erfahrung machen müssen. Meine geliebte Sally wurde mit 15 Jahren eingeschläfert. Sie hat mich fast mein halbes Leben lang begleitet, war da, wenn sonst keiner da war und ist mit mir erwachsen geworden. Vielleicht kann ich hiermit anderen helfen, die in ähnlicher Situation sind. Vielleicht hilft es auch einfach nur mir das aufzuschreiben. Ich weiß es nicht, der Kopf läuft Amok. Bisher konnte ich mich von keinem meiner Hunde verabschieden. Bingo musste unter Betäubung geröntgt werden und die Ärzte stellten einen riesigen Tumor fest. Wir folgten ihrer Empfehlung ihn nicht wieder aufwachen zu lassen. Ben litt schon sehr früh an Herzproblemen und musste eingeschläfert werden, als ich mich am anderen Ende der Welt befand. Aus Angst habe ich schon lange überlegt, ob ich Sally auf ihrem letzten Weg begleiten möchte bzw. ob ich das schaffe. Erst ein Artikel, den ein Bekannter auf facebook geteilt hatte, half mir bei ...

Hunde beherrschen mehrere Sprachen

Liebes Herrchen, liebes Frauchen, wie gut "verstehst" du dich mit deinem Hund? Hunde leben bereits seit mehreren Tausend Jahren mit und bei den Menschen. Die evolutionäre Entwicklung der Hundeartigen wurde über Jahrtausende hinweg durch die künstliche Auswahl des Menschen ergänzt. Daraus folgt, dass Hunde inzwischen schon genetisch bedingt menschliche Zeichen interpretieren können. Wenn Hunde einander ihre Zähne zeigen, drohen sie sich. Zeigt ein Mensch seine Zähne, lacht er und ist freundlich gestimmt. Hunde haben den Unterschied gelernt und können uns sogar besser lesen als Menschenaffen. Sie können sich sogar auf weitere Ebenen einstellen und erkennen mit welcher Spezies sie es zu tun haben (z.B. Katzen im gleichen Haushalt). Diese Fähigkeit ist grandios und wird von genau zwei Lebewesen beherrscht: Menschen und Hunden! Der Hund - der beste Freund des Menschen!

Der Mythos vom Welpenschutz

Liebes Herrchen, liebes Frauchen, wer Welpen mit anderen Hunden in Aktion sieht, denkt "och, wie niedlich, so ein kleiner Raufbold." In aller Regel fällt dan n auc h früher oder später das Wort Welpenschutz, das signalisieren soll, dass erwachsene Hunde den kleinen Rackern nichts Böses können. Das ist ein Mythos und nicht korrekt! Es existieren weder genetische Hemmungen noch Instinkte, die Hunden sagen, dass sie freundlich mit fremden Welpen umgehen müssen. Ganz im Gegenteil: Erwachsene Hunde fühlen sich oft von jungen Hunden, ihren unkoordinierten Bewegungen und dem distanzlosen Verhalten gestört. Entsprechende Signale wie Drohen kann der Welpe mangels Erfahrung noch nicht interpretieren und gerät so in Gefahr. Woher kommt dieser Mythos? Die Vorfahren unserer Hunde - die Wölfe - leben in Familienverbänden zusammen. Rüde und Wölfin bekommen im Frühling Welpen und ziehen diese liebevoll auf. Die Welpen haben in den ersten Wochen absolute Narrenfreiheit, spielen wild ...

Die Ver(sch)wendung der Hundesteuer

Liebes Herrchen, liebes Frauchen, zu den Pflichten von uns Hundehaltern gehört die Anmeldung unserer Freunde und somit das Zahlen einer Hundesteuer. Diese hat eine lange Tradition, wurde aber in den meisten Ländern Europas inzwischen abgeschafft (Ausnahme Deutschland, Österreich, Schweiz). Ich bin lange naiv davon ausgegangen, dass die Hundesteuer z.B. für Kotbeutel verwendet wird, ABER die Gelder sind NICHT zweckgebunden. Sie können von den Städten und Gemeinden frei verwendet werden, zum Beispiel für die Sanierung des Rathauses. Laut einer Studie werden maximal 20% der Einnahmen für "hunde- und hundehalter-bedürfnisgerechte Zwecke" genutzt. 80% hingegen bleiben für andere Projekte und Hundebesitzer werden zusätzlich zur Kasse gebeten, wenn sie Hinterlassenschaften liegen lassen und erwischt werden. Das könnte wiederum daran liegen, dass Kotbeutelspender nicht aufgefüllt werden und weit und breit keine Mülleimer zu finden sind. Da beißt sich die Katze... deren Hal...

Pfötchen verbrennen auf heißem Asphalt

Liebes Herrchen, liebes Frauchen, auch in diesem Sommer scheinen wir wieder von einer Hitzewelle in die nächste katapultiert zu werden. Wir müssen uns an Temperaturen an die 40 Grad gewöhnen - wir Menschen und auch unsere Hunde. Gewisse Geschäfte müssen nun einmal auch im Hochsommer erledigt werden. Hundepfoten sind zwar gut isoliert und belastbar, aber dennoch lebendes Gewebe und als solches sehr empfindlich. Es drohen ernsthafte Pfötchen-Verbrennungen. Als Faustregel gilt: Kannst du nicht mehr barfuß auf dem Boden stehen, weil es zu heiß ist, kann dein Hund das auch nicht! Schon bei 25 Grad Außentemperatur kann sich der Asphalt extrem aufhitzen. Am besten sollten die Hunde nur morgens und abends Gassi gehen. Im schattigen Wald ist es erheblich kühler als auf weitem Felde. Asphalt, Beton und Sand sollten gänzlich gemieden werden. Für richtig heiße Tage werden Hundeschuhe empfohlen. Das mag dem Hund ggf. nicht besonders gefallen, aber die Alternative würde ihm noch weniger zusagen.....