Direkt zum Hauptbereich

Der Kotbeutel-Irrsinn

Liebes Herrchen, liebes Frauchen,
Kotbeutel dabei? Alle Spender der Region im Kopf? So ist es feeeeiiiiin, oder? Dein Liebling hinterlässt im Durchschnitt 300 Gramm pro Tag. Deutschlandweit werden für die Hinterlassenschaften jährlich 500 Millionen Beutel verbraucht.
Noch vor einigen Jahren durfte der Hund sein Geschäft verrichten, ohne dabei von Frauchens Tütengeraschel gestört zu werden und das ist übrigens seit Existenz des Hundes auf dieser schönen Welt so. Dass wir nicht knietief in der Sch… stehen liegt daran, dass sie Hundekot zügig zersetzt. Ebenso wie Katzenkot oder Pferdekot, die bisher großzügig geduldet werden.
Nur Hundebesitzer -sollte er das aufräumen verweigern- zahlt Strafe, und zwar je nach Bundesland bis zu 150 €. Verrechnen wir die dann mit der lebenslang gezahlten Hundesteuer? 
Versteht mich nicht falsch, ich verabscheue Tretminen und bin die Letzte, die sie, außer unter stacheligen Sträuchern auf einsamen Waldwegen, liegen lässt (okay, ich gestehe), aber während die ganze Welt von Plastik in Ozeanen und Müllvermeidung spricht, stellt sich mir wahrlich eine Frage: Was soll das???
Plastikbeutel brauchen über 400 Jahre, bis sie sich zersetzt haben und sie machen 90% aller genutzten Beutel aus, vor allem der durch die Kommunen gestifteten. 20% der Beutel landen nicht in Mülleimern, wo sie zumindest in einer Müllverbrennung entsorgt werden, sondern in der Natur.
Herzlichen Glückwunsch liebe Gemeinden, da hattet ihr eine richtige Sch…idee!

Liebes Herrchen, liebes Frauchen, was machen wir jetzt aus unserer misslichen Lage? Ich plädiere für liegen lassen, wo es mit gutem Gewissen vertretbar ist. Und ansonsten investiert bitte ein kleines bisschen mehr in unsere Umwelt und kauft vertretbarere Produkte, z.B. welche aus recycelter Wellpappe von PooPick.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Gassi gehen - was Hunde wirklich wollen

Liebes Herrchen, liebes Frauchen, warst du heute schon mit deinem Hund Fahrrad fahren? 20 Kilometer full speed am Fluss entlang, damit der Hund ja schön ausgelastet ist? Nein? Dann hast du noch die Chance deinem Hund heute eine artgerechte Gassirunde zu ermöglichen. Hunde brauchen Bewegung, ABER viel wichtiger ist ihnen ihr Revier zu durchkämmen, zu markieren und an den Spuren anderer Hunde zu lesen, was es "Neues" gibt. Gassi gehen ist das facebook der Hunde - wer ist im Urlaub? Wer ist neu hergezogen? Wie ist die Lage in der allgemeinen Weltpolitik? Wölfe- die Vorfahren unserer Lieblinge- durchstreifen täglich ganz entspannt ihr Territorium auf anderen Pfaden, markieren es und wenn zufällig ein Häschen vorbeiläuft, gehen sie jagen. Genau das ist genetisch im Hund verankert. Simuliere diese Streifgänge, indem du ca. 15 Gassiwege etablierst, diese abwechselnd gehst und deinen Hund dabei in Ruhe schnüffeln lässt. 2 Stunden täglich sind dabei völlig ausreichend. Wenn du de...

Schnüffeln - Bücher lesen für Hunde

Liebes Herrchen, liebes Frauchen, hast du deinen Hund heute auch nicht ausgelastet, sondern warst "nur" mit ihm spazieren? Das ist in etwa so wie wenn Menschen sagen "ich habe heute nichts gemacht und nur ein Buch gelesen". Beim Lesen leistet unser Gehirn großes, aus simplen Buchstaben entstehen in unseren Köpfen bewegte und farbige Bilder, Menschen, Orte und Zusammenhänge.  Ähnliches leisten die Gehirne unserer Hunde, wenn sie bei Spaziergängen ordentlich schnüffeln dürfen. Alle paar Zentimeter werden Informationen aufgenommen und verarbeitet, die für unsere Hunde wichtig und höchstinteressant sind. Hier hat ein Kind ein bisschen Wassereis hintropfen lassen, dort hat die läufige Hündin aus der Nachbarschaft einen Aufruf gestartet und generell ist die Lage sicher, denn der Rüpel aus der Nebenstraße hat sich heute noch nicht blicken lassen. "Nur" ein Spaziergang bedeutet für Hunde spannende Geschichten an jeder Ecke und eine ausfüllende Beschäftigung, wenn ...

DU BIST DER RUDELFÜHRER - echt jetzt?

Liebes Herrchen, liebes Frauchen, es reicht mir!! In diesem Block soll keinesfalls respektlos mit anderen Ansichten, Trainern, Ausbildungsansätzen, etc. umgegangen werden, ABER wenn ein "Trainer" Hunde vor laufender Kamera drangsaliert und in seinem Buch sogar mit Bild erläutert, wie man seine Hand zur Kralle formen soll, um den Hund damit in die empfindliche Halsgegend zu "beißen", ist Aufklärung angesagt. Ich lese dieses Buch gerade selber und bin häufig zwischen Wut, Mitleid, Heulen und Lachen gefangen. 1. Gewalt gegenüber Tieren ist nicht akzeptabel! 2. Hunde wollen nicht herrschen!! 3. Hunde und Menschen bilden keine Rudel!! Es gibt verschieden Symbiosen unterschiedlicher Arten. Denkt zum Beispiel an die Vögel, die Huftieren die Parasiten vom Rücken picken. Beide Arten profitieren von dieser Kooperation und interagieren sogar. Das bedeutet aber nicht, dass das Huftier denkt es sein ein Vogel und plötzlich versucht abzuheben! Auch bedeutet das nicht, d...